Google hat einer vorläufigen Einigung in Höhe von 135 Millionen US-Dollar in einer Sammelklage, Taylor gegen Google LLC, zugestimmt, nachdem Vorwürfe erhoben wurden, wie das Unternehmen mit Nutzerdaten umgegangen ist. In der Klage wurde behauptet, dass Google Mobilfunkdaten von Android-Nutzern nutzte, um Informationen ohne ausdrückliche Genehmigung zu übertragen, und dabei im Wesentlichen die kostenpflichtigen Datentarife der Nutzer für seine eigenen Hintergrundprozesse verbrauchte.
Obwohl Google kein Fehlverhalten eingestanden hat, zielt der Vergleich darauf ab, Millionen betroffener Nutzer in den Vereinigten Staaten zu entschädigen.
Wer hat Anspruch auf eine Auszahlung?
Der Vergleich könnte möglicherweise bis zu 100 Millionen Android-Nutzer betreffen. Um Anspruch auf einen Teil der Abfindung zu haben, müssen Sie die folgenden Kriterien erfüllen:
- Standort: Sie müssen in den Vereinigten Staaten ansässig sein.
- Gerätenutzung: Sie müssen zwischen 12. November 2017 und heute ein Android-Smartphone mit einem Mobilfunkdatentarif verwendet haben.
- Ausschlussklausel: Sie sind nicht berechtigt, wenn Sie bereits Mitglied der Sammelklage Csupo gegen Google LLC sind, die sich speziell auf Einwohner Kaliforniens bezieht.
Wie viel erhalten Sie und wie können Sie es einfordern?
Wenn Sie die Anforderungen erfüllen, sollten Sie die mit Ihrem Android-Konto verknüpfte E-Mail-Adresse auf eine offizielle Zahlungsmitteilung überprüfen.
Wichtige Details zur Zahlung:
– Höchstbetrag: Einzelzahlungen sind auf 100 $ begrenzt, obwohl dies nicht garantiert, dass jeder Teilnehmer den vollen Betrag erhält. Die endgültige Zahl pro Person hängt von der Gesamtzahl der gültigen Anträge ab.
– Nächste Schritte: Berechtigte Benutzer können ihre Zahlungsinformationen über die offizielle Abrechnungswebsite eingeben.
– Wichtiger Termin: Eine letzte Anhörung ist für den 23. Juni geplant, um festzustellen, ob der Vergleich offiziell genehmigt und die Zahlungen verteilt werden.
Warum das wichtig ist: Die versteckten Kosten „kostenloser“ Dienste
Dieser Fall verdeutlicht eine wachsende Spannung in der Technologiebranche: die Grenze zwischen notwendigen Hintergrundaktualisierungen und dem unbefugten Verbrauch von Benutzerressourcen. Wenn Apps oder Betriebssysteme Mobilfunkdaten zum Synchronisieren von Informationen verwenden, nutzen sie einen Dienst, den der Benutzer über seinen Mobilfunkanbieter bezahlt.
Über die finanzielle Auszahlung hinaus beinhaltet der Vergleich eine Verpflichtung von Google, seine Google Play-Nutzungsbedingungen zu aktualisieren. Diese Updates befassen sich speziell mit „passiven Datenübertragungen“ und sorgen für mehr Transparenz darüber, wie und wann die Plattform Mobilfunkdaten für Hintergrundaufgaben nutzt. Dieser Schritt ist ein wichtiger Schritt, um Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre der Verbraucher und des Ressourcenmanagements auszuräumen.
Diese Einigung erinnert daran, dass selbst „freie“ Software-Ökosysteme versteckte Kosten haben können – insbesondere in Form von Datennutzungs- und Datenschutzzugeständnissen.
Schlussfolgerung
Wenn Sie seit Ende 2017 in den USA ein Android-Gerät verwenden, haben Sie möglicherweise Anspruch auf eine Zahlung von bis zu 100 US-Dollar. Behalten Sie Ihre E-Mail für offizielle Anweisungen im Auge und warten Sie auf die endgültige Gerichtsentscheidung am 23. Juni.
























