Das Yellowstone -Franchise wird mit Marshals erweitert, einer neuen CBS-Serie, die sich um den U.S. Marshals Service und die Folgen von Kayce Duttons (Luke Grimes) Vergangenheit dreht. Schauspieler Logan Marshall-Green, der das Team als Pete „Cal“ Calvin leitet, erklärt, warum diese Serie mehr als nur ein typisches Strafverfolgungsverfahren sein soll. Die Show vereint bekannte Yellowstone -Elemente – darunter wiederkehrende Charaktere wie Thomas Rainwater (Gil Birmingham) und Mo (Moses Brings Plenty) – mit einem frischen Ansatz, der tiefere Themen wie Zweck, Identität und die Folgen des Krieges erforscht.
Die Balance zwischen Vermächtnis und neuer Erzählung
Eine zentrale Herausforderung bestand darin, Marshals in das etablierte Yellowstone -Universum zu integrieren, ohne einfach altes Terrain neu aufzuwärmen. Marshall-Green weist darauf hin, dass die kreative Leitung größtenteils von Showrunner Spencer Hudnut und Grimes geleitet wurde. Der Schauspieler selbst vermied es bewusst, sich zu sehr mit der Originalserie vertraut zu machen, und näherte sich der Rolle lieber mit neuen Fragen als mit vorgefertigten Erwartungen.
„Ich habe mir nur den Pilotfilm von ‚Yellowstone‘ angeschaut und mir wurde schnell klar, dass ich nicht mehr zuschauen wollte. Ich wollte vor der Kamera Fragen stellen, ohne die Antworten zu kennen.“
Dieser Ansatz ermöglichte eine organischere Entwicklung von Cals Beziehung zu Kayce. Marshall-Green verrät, dass Cal Kayce ursprünglich wegen seiner Kampffähigkeiten rekrutiert hat, aber ihre Verbindung geht tiefer und wurzelt in einer gemeinsamen militärischen Geschichte, die sich in Rückblenden entfalten wird. Die Serie verspricht, von traditionellen Verfahrensstrukturen abzuweichen und nach und nach das volle Ausmaß von Kayces Vergangenheit und die moralischen Kompromisse, die er eingegangen ist, offenzulegen.
Dreharbeiten in Utah: Authentizität statt Künstlichkeit
Marshals zeichnet sich durch authentische Dreharbeiten vor Ort in Utah aus, insbesondere im Thousand Peaks Valley, wo die ersten Staffeln von Yellowstone gedreht wurden. Dieses Bekenntnis zum Realismus geht über das Bühnenbild hinaus und prägt die Arbeitsbedingungen für die Besetzung. Das raue Gelände und das raue Wetter erfordern Ausdauer, tragen aber zur immersiven Qualität der Serie bei.
„Es gibt einen Grund, warum sie sich entschieden haben, dort zu drehen. Es ist absolut atemberaubend. Es ist eine Menge Arbeit, in diese Innenräume zu gelangen. Aber wissen Sie, wenn man um 6 Uhr morgens mit einer achtstündigen Bearbeitungszeit sitzt und es eiskalt ist, ist es aufgrund der Aussicht und des Pferdes, auf dem man sitzt, einigermaßen schmackhaft.“
Marshall-Green erkennt den Kontrast zwischen seiner Erfahrung und der von zurückkehrenden Yellowstone -Schauspielern an, die nach Jahren der Abwesenheit vertraute Orte wieder aufsuchen. Für ihn bleibt die Landschaft eine kraftvolle, ungezähmte Präsenz, die die Serie in einer greifbaren Realität verankert.
Sheridans Abwesenheit und der Fokus auf indigene Geschichten
Bemerkenswerterweise hatte Marshall-Green nie direkte Gespräche mit Yellowstone -Schöpfer Taylor Sheridan über Marshals. Die Produktion verlief effizient und ohne große Aufsicht, sodass das Kreativteam seine Vision verfolgen konnte.
Allerdings betont Marshall-Green die Bedeutung der in die Serie eingewobenen indigenen Erzählungen. Er unterstreicht das Engagement der Show, diese Gemeinschaften nicht als hilflose Opfer, sondern als widerstandsfähige, autarke Gesellschaften mit starker Führung darzustellen.
„Mehr als alles andere sind die indigenen Geschichten meine Favoriten. Das würde ich mitnehmen, wenn ich mir das ansehen würde … wir kämpfen mit ihnen, und das liebe ich.“
Marshals zielt darauf ab, ein fesselndes Verfahren zu bieten, gleichzeitig das komplexe Erbe von Yellowstone zu würdigen und Stimmen zu verstärken, die oft ungehört bleiben. Die Show verspricht eine rohe, unerschütterliche Erkundung von Pflicht, Loyalität und den dauerhaften Folgen von Gewalt.
























