Ein renommierter Fotowettbewerb hat eine eindeutige Stellungnahme zur Rolle der künstlichen Intelligenz in der modernen Bildgebung abgegeben und strenge Grenzen gesetzt, um eine grundlegende Frage zu beantworten: Was macht ein Foto wirklich aus?

Da generative KI zunehmend in digitale Arbeitsabläufe integriert wird, hat der Wettbewerb einen strengen Rahmen zur Unterscheidung zwischen traditioneller fotografischer Erfassung und synthetischer Erstellung geschaffen.

Die Kernanforderung: Optische Erfassung

Die Grundregel des Wettbewerbs ist einfach, aber kompromisslos: Jeder Beitrag muss mit einer Kamera festgehalten werden.

Um die Integrität des Mediums zu wahren, haben die Organisatoren ein vollständiges Verbot von Folgendem eingeführt:
Synthetische oder künstlich erzeugte Bilder: Bilder, die über Eingabeaufforderungen von Grund auf neu erstellt wurden, sind strengstens untersagt.
Generative Füllung: Die Verwendung von KI-gesteuerter „generativer Füllung“ während der Postproduktion ist automatisch ein Grund für die Disqualifikation.

Diese Unterscheidung ist von entscheidender Bedeutung in einer Zeit, in der die Grenze zwischen einem „eingefangenen Moment“ und einem „konstruierten Bild“ verschwimmt. Durch die Durchsetzung dieser Regeln zielt der Wettbewerb darauf ab, die Fotografie als Aufzeichnung von Licht und Realität zu bewahren und nicht als Produkt einer algorithmischen Synthese.

Smartphone-Fotografie: Grenzen der Automatisierung

Während Smartphones häufig für professionelle Fotografie verwendet werden, gelten im Rahmen des Wettbewerbs bestimmte Einschränkungen für deren Verwendung. Um sicherzustellen, dass das Bild eine getreue Darstellung dessen bleibt, was der Sensor gesehen hat, ist nur der Standardaufnahmemodus zulässig.

Einsendungen, die automatisierte Computerfotografiefunktionen nutzen, sind nicht teilnahmeberechtigt, darunter:
HDR-Modi (High Dynamic Range)
Porträtmodus (künstliche Tiefenschärfeeffekte)
Kreative Lichteffekte
Panoramamodus

Diese Einschränkungen zielen auf die „Computerfotografie“ ab, bei der Software Entscheidungen über Licht und Fokus trifft, die die Hardware allein nicht erreichen könnte, und so die Szene effektiv „neu vorstellt“, anstatt sie nur aufzuzeichnen.

Die Grenzen der KI: Verbesserung vs. Generation

Der Wettbewerb verbietet nicht alle digitalen Werkzeuge, zieht aber eine harte Grenze zwischen Verbesserung und Erfindung.

Was ist erlaubt?

Die Juroren erlauben den Einsatz „intelligenter Tools“ oder KI-gestützter Verbesserungsfunktionen, sofern sie ein strenges Kriterium erfüllen: Sie dürfen das Bild nicht wesentlich verändern, keine neuen visuellen Informationen hinzufügen oder erfasste Daten entfernen. Kurz gesagt: Das Werkzeug muss das Vorhandene aufpolieren, ohne das Wesentliche der Szene zu verändern.

Was ist strengstens verboten?

Die größte Einschränkung betrifft KI-gestützte Upscaling- und Schärfungstools, wie z. B. *Adobe Super