Früher ging es um Tickets. Sie kauften eine Eintrittskarte fürs Theater, saßen im Dunkeln und schauten sich einen Film an. Das war der Deal. Aber Fandango weiß, dass sich der Deal geändert hat. Das Unternehmen tötet den „At Home“-Teil seiner Marke. Kein Fandango mehr zu Hause. Es ist jetzt nur noch Fandango. Und es wird kostenlos.

Der Umzug ist eine Konsolidierung. Bezahltes Streaming wird in die Hauptmarke integriert. Aber die wahre Energie? Es ist auf der freien Seite. Dabei handelt es sich um eine werbefinanzierte Direct-to-Consumer-Plattform. Sie möchten, dass Sie zuschauen. Und sie sind bereit, mitzuhalten.

Eine direkte Aufnahme bei Tubi und Pluto TV

Dabei handelt es sich nicht nur um eine Namensänderung. Es ist ein Schlachtruf. Fandango sieht eine Öffnung. Kostenloses werbefinanziertes Fernsehen, kurz FAST, ist überfüllt. Aber es wächst auch. Das Ziel? Die großen Namen im werbefreien Einstieg. Tubi. Pluto-TV. Der Roku-Kanal. Sie sind im Moment die Titanen. Fandango will ihre Türen einschlagen.

Die Strategie beruht auf der Beseitigung von Reibung. Warum ein Konto erstellen? Warum anmelden? Warum wegklicken? Die Antwort ist einfach: weil es den Schwung ruiniert. Der neue Dienst gewährt sofortigen Zugriff auf eine riesige Bibliothek mit Filmen und Fernsehsendungen. Keine Barrieren. Einfach zufrieden.

Für dieses Erlebnis gibt es eine spezielle Funktion namens „Jetzt ansehen“. Früher war es klobig. Jetzt ist es nur noch ein Klick. Sofortige Wiedergabe. Wenn Sie finden, was Sie sehen möchten, sehen Sie es sofort. Dadurch entfällt das traditionelle AVOD-Gatekeeping, bei dem Datenschutzbedenken oder langwierige Anmeldeformulare das Interesse vernichteten.

Bei dieser Erweiterung unseres AVOD-Streaming-Angebots – und der Zusammenführung unter Fandango – geht es darum, ein vernetzteres Erlebnis zu schaffen.

Was steht eigentlich drauf?

Sie fragen sich vielleicht, warum jetzt? Warum dieser Drehpunkt? Die Weltmeisterschaft ist gerade zu Ende gegangen. Fußballfans in den USA sind begeistert. Der kulturelle Schwerpunkt liegt auf dem internationalen Fußball.

Fandango reitet auf dieser Welle. Das Rebranding bringt Live-Sport auf die Plattform. Konkret die Bundesliga. Deutschlands höchste Fußballliga. Es handelt sich um eine ausschließlich englischsprachige Berichterstattung. USA Sports hält die Medienrechte, die sie nach einer langjährigen Vereinbarung mit ESPN übernommen haben. Für Fans, die es satt haben, Apps zu wechseln oder extra für Sport-Add-ons zu bezahlen, ist dies genau das Richtige. Es bringt eine der wettbewerbsfähigsten Ligen Europas ohne Paywall direkt ins amerikanische Fernsehen.

Die Bibliothek selbst ist umfangreich. Mehr als 3.5000 Stunden Inhalt. Dies ist keine obskure Indie-Sammlung. Es greift auf den umfangreichen Backkatalog der Muttergesellschaft Versant Media zurück. Filme. Fernsehserie. Franchises. Alles kuratiert. Alles kostenlos. Alles unter einem Dach.

Das Fandango-Ökosystem

Die meisten Streaming-Dienste sind isoliert. Sie öffnen die App. Du siehst zu. Sie schließen die App. Fandango behauptet, seine neue Position sei einzigartig. Sie argumentieren, dass sie die einzige Marke sind, die gleichzeitig drei unterschiedliche Welten verbindet:

  • Ticketverkauf. Sie kaufen den Sitzplatz.
  • Premium-Vermietung. Sie leihen den neuesten Hit gegen eine geringe Gebühr.
  • Kostenloses werbefinanziertes Streaming. Sie schauen umsonst zu.

Ist das ein einzigartiges Ökosystem? Technisch gesehen ja. Die meisten Einzelhändler betreiben keinen großen Live-Sport-Stream. Die meisten Streamer haben keine Kontrolle über die Kassendaten.

Dieses Rebranding wird auf alle Bildschirme ausgeweitet. Das Web. Mobile Geräte. Smart-TVs. Das Erlebnis ist flächendeckend standardisiert. Bessere Erkennungstools. Umfangreichere Titelkarten. Weniger warten. Es ist für die moderne Aufmerksamkeitsspanne konzipiert, in der sich der Wechsel zwischen einer Kinosuche und einer kostenlosen Kinowarteschlange eher wie eine Unterbrechung als wie eine Wahl anfühlt.

Wo bleiben die Zuschauer?

Die Frage bleibt: Erregt das kostenlose Zeug Aufmerksamkeit, wenn es das kostenlose Zeug überall sonst tut?

Tubi hat jahrelange Benutzergewohnheit. Pluto TV bietet lineare Kanalnostalgie. Roku ist bereits im Wohnzimmer. Fandango betritt diesen Ring mit einem sportlichen Blickwinkel und einer Markenbekanntheit, die nicht unbedingt nach „Entertainment-Hub“ schreit. Es handelt sich um Kinokarten. Sie sind Bequemlichkeit. Aber gehen Sie dorthin, um die kostenlosen Sachen zu kaufen?

Die Hoffnung ist, dass die nahtlose Integration die schwere Arbeit übernimmt. Wenn ich sowieso Tickets über die App kaufe, stöbere ich vielleicht in der kostenlosen Bibliothek. Vielleicht sehe ich mir das Bundesliga-Highlight an und klicke darauf. Es erfordert